Българска  Западно-  и  Средноевропейска  Епархия

БЪЛГАРСКА  ПРАВОСЛАВНА  ЦЪРКВА
 

БЪЛГАРСКА   ПРАВОСЛАВНА   ЦЪРКОВНА   ОБЩИНА

Бонад Годесберг  -  Кьолн   -  Кевелар

Bulgarische  Orthodoxe  Kirchengemeinde
Bonn - bad Godesberg   -  Köln  -   Kevelaer


Erzpriester 
cand.theol. 
vater  Stefan  Gross
Протоиерей Българска църква (община Бон)   отец  стеФАн   
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ТАЙНСТВО  ПОКАЯНИЕ

 

Покаянието е тайнство, чрез което вярващшят християнин, след гласна и директна изповед на греховете си, с гласно изказана от изповедника прошка получава благодатно опрощаване на греховете от Самия Бог и си възвръща придобитите при Кръщението чистота и невинност.

Като израз на съзнание за греховност покаянието съществувало и в Стария Завет. Св. цар Давид искрено се каел за сторените от него грехове. Св. Йоан Кръстител проповядвал покайно кръщение. Макар че покаянието в Стария Завет било благотворно за човека, то нямало благодатната сила да го очиства от всичките грехове и да го примирява с Бога.
Господ Иисус Христос установил Покаянието като тайнство. След възкресението Си Той казал на Своите ученици: "Приемете Духа Светаго. На които простите греховете, тем ще се простят; на които задържите, ще се задържат" (Иоан 20:22-23).
Властта да се прощават или задържат греховете е благодатна, тайнствена. Апостолите, получили тази власт от Иисус Христос, я предавали на своите приемници. Така тя се съхранява в Църквата постоянно.

Видимата страна на тайнството Покаяние, която се възприема чрез слуха, включва устното изповядване греховете на каещия се пред Бога в присъствието на изповедник, и прощаването на греховете от изповедника, който върши това от името на Бога.

Невидимата страна на тайнството Покаяние е в това, че посредством Божията благодат каещият се грешник бива освободен от греховете си от Самия Господ Иисус Христос. Чрез това той се примирява с Бога и му се дава надежда за спасение. Ярък пример в това отношение е разкаялият се грешник на кръста, на когото Христос прости греховете и му отреди вечен живот в Царството си.

Искреното покаяние за сторените грехове е придружено с твърдо решение да не се връщаме отново към тях. Горещото желание да поправим живота си е естествена последица от искреното съкрушение за греховете, защото не е възможно истински да се съкрушаваме за сторените от нас грехове и в същото време да не чувстваме у себе си искрено желание и решимост да поправим своя начин на живот.

Подготвителни и спомагателни средства за покаянието са също постът и молитвата. Постът, придружен с искрена молитва, е важно средство за самовглъбяване, анализ и разкаяние за сторените грехове.
Съобразно конкретните индивидуални нужди Църквата е отредила при изповед да се налагат епитимии. Думата епитимия е гръцка и значи забрана, запрещение. Както лекарят забранява някои храни и предписва съответни лечебни средства, така изповедникът забранява едно или предписва друго с цел да въздейства благотворно за духовното лечение на изповядващия се. 

 

 

Wir danken !  
der  deutschsprachigen Gemeinde der Russischen Orthodoxen Kirche von Protopresbyter Constantin 
"Hll. Kyrill und Method"  in Hamburg
die auf ihrer Webseite Übersetzungen der hervorragendsten Texte
aus vielen traditionellen orthodoxen Ländern bereithält
 http://www.deutsch-orthodox.de/unser-glaube/

 

Das Hl. Mysterium der Umkehr (Beichte)

20090425-230123Die Beichte oder "Umkehr" ist das Hl. Mysterium, in dem der Mensch, der seine Sünden bekennt, von Gott selbst Verzeihung erlangt, weil ihn  der Priester nach der Beichte in diesem Sinne von den Sünden losspricht.
 
Die Buße in der Hl. Beichte ist für jeden Christen erforderlich, wenn er ein echtes Mitglied der Heiligen Kirche sein will, denn die Sünden trennen den Menschen von Gott, dem Quell alles Guten, und entfremden ihn Christus, der das Haupt der Kirche ist.

Sogar die Heiligen haben ihre Sünden bekannt, denn je näher ein Mensch Gott ist, desto klarer sieht er seine Unwürdigkeit vor Ihm. Nur Gott ist ohne Sünde, die Menschen aber fallen seltener oder häufiger -aber ausnahmslos -in kleinere oder größere Sünden.

Die Sünde ist ein furchtbares Übel, aber die Kirche lehrt, dass nicht die Sünde an sich so furchtbar ist, sondern wenn der Mensch nicht bereut und so die Sünde als "normal" akzeptiert;  - und nicht so bereut dass er nicht vor dem Priester in der Kirche seine Sünden bekennt.

Unser Herr Jesus Christus hat die Sünden der Menschen der ganzen Welt auf dem Kreuz gesühnt, und jetzt kann auch der größte Sünder, wenn er von Herzen bereut, auf Erlösung hoffen. Erinnern wir uns, dass auf Golgota neben dem Kreuz Christi auch zwei andere Kreuze gestanden sind, an denen die beiden Schächer hingen.

Und jener Schächer, der auf dem Kreuz seine Sünden bereute und Christus bat:
“Denk an mich, wenn Du in Dein Reich kommst”;    -    Er ging als Erster in das Himmelreich ein.

Ohne Reue ist Erlösung unmöglich, deshalb wird es verständlich, welch große Bedeutung dieses Sakrament in der Kirche hat.
“Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, führen wir uns selbst in die Irre, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist Er treu und gerecht; Er vergibt uns die Sünden und reinigt uns von allem Unrecht.”

Die Beichte bestand in der Kirche schon seit Beginn. Schon zu den Aposteln kamen Menschen “und bekannten offen, was sie (früher) getan hatten”. In jener Zeit war die Beziehung der Menschen zur Kirche so offen und das Bemühen um die Erlösung von den Sünden so stark, dass überall die allgemeine Beichte verbreitet war: der Sünder beichtete offen vor allen. Die Bußdisziplin war sehr streng. Für große Sünden wurden strenge Strafen auferlegt, bis hin zum Ausschluss aus der Kirche für lange Zeit, manchmal sogar bis zur Todesstunde. Für die Wiedereingliederung in die Kirche musste man nach einer schweren Sünde Werke der Buße vollbringen, nicht nur in Worten Reue zeigen, sondern auch in Taten und die Sünden durch einen reinen und untadeligen Lebenswandel wieder gutmachen.

Der Sinn der Buße liegt nicht im Bekenntnis, dass man Sünder ist -dies wäre zu einfach,
sondern in der Veränderung der Lebensweise, die zur Sünde führt.
Sonst könnte man bei der Beichte sagen: “Verzeih mir, O Herr!” und zur nächsten Beichte mit den gleichen Sünden kommen. Deshalb überprüften die Christen in früheren Zeiten die Aufrichtigkeit der Buße, bevor die Absolution erteilt wurde.
Die Büßer wurden früher in vier Kategorien eingeteilt. Die WEINENDEN wagten das Kirchengebäude, wo die Gottesdienste gefeiert wurden, nicht zu betreten und baten bloß die Vorbeigehenden, für sie zu beten. Die HÖRENDEN standen im Vorraum und hörten die Worte des Gottesdienstes. Es war ihnen erlaubt, den Segen zu erbitten, aber genauso wie die Katechumenen durften sie an der Liturgie der Gläubigen nicht teilnehmen und verließen die Kirche unter Tränen bei den Worten: ”Ihr Katechumenen, gehet hinaus!”
Die ZU-BODEN-FALLENDEN standen schon in der Kirche selbst, wenn auch nur in ihrem hinteren Teil, und durften ebenfal1s an der Liturgie der Gläubigen nicht teilnehmen, nur die IN-DER-GEMEINSCHAFT-STEHENDEN blieben die ganze Zeit beim Gottesdienst. Sie durften aber nicht kommunizieren.
Da aber früher alle Gläubigen kommunizierten, die bei der Liturgie anwesend waren, erlebten die Büßenden ihren Ausschluss von den Heiligen Gaben als besonders schwer. So streng behandelte die Kirche die Menschen, die sich freiwillig durch ihre Sünden von Christus trennten.

Mit Beginn des IX. Jahrhunderts wurde die private Beichte überall eingeführt, und die Kategorien der Büßer wurden abgeschafft, aber auch damals wurde man für schwere Sünden auf Jahre exkommuniziert.


DIE VORBEREITUNG AUF DIE BEICHTE.

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Obwohl die Buße ein eigenständiges Sakrament ist und bei Bedarf unabhängig von anderen Sakramenten empfangen werden kann, sogar außerhalb eines Gottesdienstes, ist sie doch der Tradition und dem Sinn nach mit der Vorbereitung auf den Empfang der Heiligen Gaben Christi verbunden.

Das Gefäß der Seele muss gereinigt sein, bevor es die Heiligen Geheimnisse des Leibes und Blutes Christi aufnehmen kann.

Damit die Beichte nicht zu einer bloßen Formalität vor dem Kommunionempfang wird, ist es notwendig, sich auf die Beichte entsprechend vorzubereiten.
Bei den orthodoxen Christen ist es üblich, vor der Beichte und Kommunion Kanon-und Buß-Akathistos-Hymnen zu lesen sowie besondere Gebete, welche die Seele in die entsprechende Stimmung versetzen.

Die großen Heiligen der Kirche, die Verfasser dieser Gebete, waren gleichzeitig auch Meister der Reue, deshalb sind alle ihre Gebete vom Geist der Buße durchdrungen.
Die Reue ist der Schlüssel zum echten christlichen Leben, ohne sie ist es nicht möglich, in Eintracht mit Gott zu leben, da wir ständig von Ihm abfallen, diese oder jene Sünden begehen und der Wiedervereinigung und Vergebung bedürfen.
Die Sünde sollte uns verhasst werden, dann wird auch unsere Reue aufrichtig sein.

Wenn wir nicht den ehrlichen Wunsch haben, von unseren Sünden befreit zu werden und Gott um Verzeihung der Sünden zu bitten, wird uns alles Aufsagen der verschiedensten Sünden nach den Zehn Geboten oder auf andere Art und Weise nichts bringen. Oft kann aber eine solche Aufzählung von Sünden für diejenigen nützlich sein, die etwas vergessen haben, oder für Anfänger, die oft aus Unwissenheit meinen, dass sie keine Sünden haben und auch nicht wissen, was eine Sünde ist und was nicht. Einige Beichtväter empfehlen, bei der Vorbereitung zur Beichte die Zehn Gebote durchzulesen und so auch seiner eigenen Sünden gewahr zu werden und sie aufzuschreiben, um sie bei der Beichte nicht zu vergessen. Man muss wissen, dass vergessene, nicht gebeichtete Sünden -obwohl sie die Sünde nicht vertiefen wie die wissentlich verschwiegenen -dennoch im Gewissen bleiben, die Seele belasten und oft die Ursache fur schlechte Laune, seelisches Leid, aber auch verschiedene physische und psychische Krankheiten sind.
Die Regeln für das Lesen der Kanon-, Akathistos-Hymnen und Gebete vor der Beichte und Kommunion finden Sie im Orthodoxen Gebetbuch im Kapitel “Vorbereitung auf die heilige Kommunion” und auch im “Regelbuch” und “Kanonbuch”.


DER VORGANG BEI DIESEM MYSTERIUM

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Der Priester steht neben dem Pult, auf dem ein Evangeliar und ein Kreuz liegen, und liest hörbar die Gebete für die Beichtenden.

Nach dem Ende dieser Gebete wendet sich der Priester den Anwesenden zu und spricht folgende Ermahnung:

“Mein Kind! Christus steht unsichtbar hier und nimmt deine Beichte an.
Schäme dich nicht, fürchte dich nicht, verheimliche nichts vor mir, sondern sage alles, was du gesündigt hast, sei nicht verlegen, um die Vergebung (der Sünden) von unserem Herrn Jesus Christus zu erlangen.
 
Hier ist Sein Bild vor uns: ich bin nur der Zeuge, um vor Ihm alles zu bezeugen, was du mir sagen wirst.

Verstehe, dass du zu einer Heilstätte gekommen bist,
so sollst du nicht ungeheilt von hier fortgehen.”

Danach kann der Priester die Sünden nennen, die Beichtende begangen haben könnten.
Er ruft zur aufrichtigen Reue auf. Dann beginnt die eigentliche Beichte.

Die Beichtenden gehen einer nach dem anderen zum Priester der neben dem Pult mit dem Kreuz und dem Evangeliar steht und jeden Herantretenden anhört. Furcht und Scham sind hier fehl am Platz.
Der Ort der Beichte ist eine geistliche Heilstätte. Man soll sich vor dem Priester überhaupt nicht schämen. Er hört so viele Beichten, dass er sich daran gewöhnt hat, den Sünder nicht zu verurteilen, sondern sich über seine Reue zu freuen. Viele Beichtväter sagen, dass sie diejenigen Menschen mehr lieben, die aufrichtig ihre Sünden bekennen, und nicht versuchen, sich zu rechtfertigen, oder von ihren Sünden undeutlich sprechen und sie nicht direkt benennen.

Nach dem Sündenbekenntnis legt der Priester sein Epitrachelion (Stola) auf das Haupt des Beichtenden, spricht das Absolutionsgebet und segnet ihn.

Manchmal gibt der Priester vor dem Gebet noch nützliche Ratschläge, wie man die Sünde überwinden kann oder verhängt eine kirchliche Buße (Epitimie).
Epitimie ist ein griechisches Wort und bedeutet “auferlegte Strafe”. Heute ist diese Strafe oft der Ausschluss von der Kommunion für eine bestimmte Zeit, mit dem Auftrag, Gebete oder eine bestimmte Anzahl von Kniefällen zu machen, Akathistos-Hymnen mehrmals zu lesen, zu fasten, Wohltätigkeit zu üben oder ähnliche geistliche Übungen zu verrichten. Der Priester kann die Lossprechung von den Sünden auch solange verweigern, bis die Epitimie erfüllt ist. Wenn die in der Beichte bekannten Sünden gegen einen anderen Menschen gerichtet waren, kann und muss der Priester fordern, sich mit diesem Menschen zu versöhnen und ihn um Verzeihung zu bitten.
Unversöhntheit ist nämlich ein Haupthindernis für den Empfang der heiligen Kommunion.
Nach dem Absolutionsgebet bekreuzigt sich der Beichtende und küsst das Kreuz und das Evangeliar auf dem Pult.

Mehr über die Beichte

((Книга о церкви: Лоргус,Дудко))